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Torantriebe          Industrietore         Garagentore        Brandschutz        Fenster        Türen

In der Vergangenheit ist es an kraftbetätigten Türen und Toren immer wieder zu  schweren zum Teil tödlichen Unfällen gekommen. Nachfolgend möchte ich deshalb auf einige Vorschriften, Normen und Richtlinien hinweisen die bei der Nutzung von kraftbetätigten Toren und Türen zu beachten sind. Sollte ein Unfall an einer solchen Toranlage passieren macht der Gesetzgeber keinen Unterschied zwischen einer privaten oder einer  gewerblichen Nutzung. Der Betreiber bzw. Besitzer einer kraftbetätigten Toranlage ist für den Zustand und die Funktion selbst verantwortlich und haftet bei Sach- und Personenschäden.

Wartung

Toranlagen bestehen aus einer Vielzahl von beweglichen Einzelteilen wie  Scharniere, Rollenböcke, Laufrollen, Seile, Seiltrommeln, Seile und Fangvorrichtungen.
Um einen sauberen und ruhigen Torlauf zu gewährleisten sollte der  Zustand aller am Tor montierten beweglichen Teile regelmässig überprüft und diese in regelmässigen Abständen geölt bzw. abgeschmiert werden.  Defekte Teile müssen umgehend ausgetauscht werden. Für den Gewichtsausgleich von Toren die vertikal unter die Decke öffnen, sind Zug- oder Torsionsfedern zuständig. Diese vorgespannten Federpakete, deren Aufgabe darin besteht das Gewicht des Torblattes auszugleichen, ermüden im Laufe der Zeit und müssen nachgespannt werden. Derartige Wartungs- und Reparaturarbeiten dürfen nur von qualifizierten  und erfahrenen Personen durchgeführt werden. Unsachgemässe Wartungs- und Reparaturarbeiten können zu schweren Sach-  und Personenschäden führen.

Sachkundeprüfungen von Türen und Toren

Nach der Europäischen Norm EN 12635 (Tore Einbau und Nutzung) müssen kraftbetätigte Tore und Türen vor der ersten Inbetriebnahme und danach entsprechend den Herstellerangaben und Vorgaben der Bedienungsanleitungen von einem Sachkundigen geprüft werden. Je nach Art und Nutzung bzw. auf Empfehlung der Hersteller können mehrere Prüfungen innerhalb eines Jahres notwendig sein.

Im gewerblichen Bereich wird die Prüfung zusätzlich durch die Berufsgenossenschaftliche Richtlinie (BGR 232) Kraftbetätigte Fenster,  Türen und Tore (ehemalige ZH 1/494) geregelt bzw. vorgeschrieben. In dieser Richtlinie wird mindestens einmal jährlich die Prüfung durch einen Sachkundigen gefordert. Das Ergebnis der Prüfung wird in entsprechenden Protokollvordrucken und in den zu den Toren mitgelieferten Prüfbüchern dokumentiert.

Sachkundeprüfungen von Feststellanlagen

Feststellanlagen an Feuerschutzabschlüssen unterliegen im wesentlichen den Vorschriften und Regelungen des Deutschen Instituts für Bautechnik  (DIBt), der DIN 14677. Daneben gelten die jeweiligen Herstellerangaben bzw. Angaben aus den bauaufsichtlichten Zulassungsbescheiden des DIBt.
Die Installation und Funktion von Feststellanlagen sind bei der  Inbetriebnahme und einmal jährlich durch eine vom Hersteller berechtigte Person sowie monatlich durch den Betreiber zu überprüfen. Die Überprüfungen werden in den zur Feststellanlage  mitgelieferten Prüfbüchern dokumentiert.

Schließkraftmessungen

An den Schliesskanten von Toren und Türen entstehen Kräfte deren maximal zulässige Werte in der DIN EN 12453 Nutzungssicherheit kraftbetätigter  Tore festgelegt sind. Das Bestimmen dieser dynamischen und statischen Kräfte sowie deren  Zeitdauer an den Schliesskanten von Türen und Toren erfolgt mit geeichten Kraftmessgeräten. Meine Firma ist seit 2007 im Besitz eines Kraftmessgerätes vom Typ KMG-2000-L der Firma GTE Ind. Elektronik GmbH. Mit diesem Messgerät bin ich in der Lage, die an den Schliesskanten von Toren und Türen entstehenden Kräfte zu messen, den Kraftverlauf auszuwerten und als Messprotokolle auszudrucken.


Wenn Sie ein kraftbetätigtes Tor besitzen und den Zustand nicht selbst beurteilen können bin ich gern bereit Ihnen auf Wunsch ein unverbindliches Angebot für eine Wartung bzw. Überprüfung zu unterbreiten oder einen kostengünstigen Prüf- und Wartungsvertrag  anzubieten.